Ist der Tod eine Katastrophe?

Buddha sagt:

Es ist Teil meiner Natur, zu altern; ich bin vom Alter nicht ausgenommen. Es ist Teil meiner Natur, krank zu werden; ich bin von Krankheit nicht ausgenommen. Es ist Teil meiner Natur, zu sterben; ich bin vom Tod nicht ausgenommen. Ich werde von allem getrennt werden, was mir lieb und teuer ist.

Die Corona-Pandemie wäre eine Chance, uns solchen Gedanken zuzuwenden. Stattdessen suchen wir eine Lösung- eine Lösung gegen Krankheit und Tod.

Wir sind damit beschäftigt, die Corona-Zahlen zu checken. Neuinfizierte? Verfügbare Intensivbetten? Ampelfarbe? Todesfälle? Die Art und Weise, wie Menschen im Bewusstsein des Todes leben, interessiert kaum jemanden.

Warum ist das so? Weil uns der Tod Angst macht?

Die Seuche konfrontiert uns gnadenlos damit, dass wir nicht alles kontrollieren können.

Die Fortschritte der Technologie suggerieren, dass wir die Natur bezwingen können. Die Formel ist einfach: je technologischer eine Gesellschaft, desto fester verschließt sie die Augen vor dem Tod.

Wenn die Impfung kommt, wird alles gut.

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Nichts wird gut. Die Annahme, dass etwas gut werden müsse, impliziert, dass etwas schlecht ist. Ist das Leben schlecht, weil wir sterben müssen? Denn wir werden sterben. Alle.

Trotzdem: Wir könnten versuchen, mit Sorgfalt und Fürsorge im Jetzt zu leben. Das könnte uns helfen, mit unseren Ängsten vor dem Tod umzugehen.

Epikur sagt:

Der Tod geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr. Er geht also weder die Lebenden an noch die Toten.

Evamaria Glatz und Gabriele Sander

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