{"id":6525,"date":"2021-03-19T11:05:01","date_gmt":"2021-03-19T10:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=6525"},"modified":"2021-03-24T07:21:27","modified_gmt":"2021-03-24T06:21:27","slug":"die-sicht-des-dharma-und-die-sicht-der-tragoedie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=6525","title":{"rendered":"Die Sicht des Dharma und die Sicht der Trag\u00f6die"},"content":{"rendered":"\n<p>von Winton Higgins<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Ausgangspunkte sind zum einen die erste der vier gro\u00dfen Aufgaben des Dharmas, n\u00e4mlich <strong>dukkha:<\/strong> die schwierigen Erfahrungen in unserem Leben voll zu verstehen und sie zu umarmen und zum zweiten der erste Faktor im achtfachen Pfad, n\u00e4mlich <strong>die angemessene<\/strong> <strong>Sichtweise<\/strong> (samm\u0101 di\u1e6d\u1e6dhi). Im konventionellen Sprachgebrauch wird das genannt: Das Leben bedeutet Leiden bzw. die richtige Sichtweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Buddha hat in seiner ersten Lehrrede den Begriff <strong>dukkha <\/strong>eingef\u00fchrt und erkl\u00e4rt, was er damit meint: Geburt, Tod, den Prozess des Alterns, Krankheit, getrennt zu sein von dem was wir lieben, mit dem konfrontiert zu sein, was was wir verabscheuen, Frustration und insgesamt unsere psychosoziale Verletzlichkeit. Kein menschliches Wesen wird erwachsen, ohne dass es von diesen Erfahrungen ber\u00fchrt wird \u2013 man kann also sagen, dass sie zusammen die entscheidenden Aspekte der conditio humana ausmachen. In einer schonungslosen Zusammenfassung r\u00e4t uns der Buddha: akzeptiere das voll und ganz und geh\u2019 weise damit um.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die angemessene Sichtweise<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em>bezieht sich auf die Arbeitshypothesen (besonders auf Dukkha), die wir in unserer Dharmapraxis einbringen\u2013 dazu geh\u00f6rt auch, wie wir unsere meditativen Erfahrungen analysieren. Unangemessene Sichtweise hindert uns und f\u00fchrt uns in die Irre. Indem wir unsere Praxis auf geeignete Art entfalten und aus unseren Erfahrungen lernen, verfeinern wir sie und k\u00f6nnen unsere Sichtweise weiterentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4hnlichkeiten im Westen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe zwei Themen, die miteinander verkn\u00fcpft sind. Einerseits: Wie konnte der Dharma auf kulturell verf\u00fcgbare Weise im Westen Fu\u00df fassen? Andererseits m\u00f6chte ich \u00c4hnlichkeiten im Westen herausarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Beispiel der \u00c4hnlichkeiten im Westen, das ich beleuchten m\u00f6chte, ist die Tradition der Trag\u00f6die von deren Anf\u00e4ngen im alten Athen \u00fcber Shakespeare und bis zum heutigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war oft un\u00fcbersehbar f\u00fcr mich, wie stark diese Tradition eine dominante Geisteshaltung in der westlichen Kultur genauso in Frage stellt, wie der Dharma das tut. Nach dieser Geisteshaltung sollten wir ein ruhiges, sicheres, befriedigendes Leben leben, das sich langsam zu einem vagen, fernen Horizont entfaltet, bis wir schlie\u00dflich sanft entschlafen. Wenn jemand Erfahrungen macht, wie sie in Buddhas Liste von M\u00fchen aufgez\u00e4hlt sind, dann ist das eine Anomalie, ein \u201eProblem\u201c. Wir suchen dann nach einer schnellen \u201eL\u00f6sung\u201c \u2013 eine Operation, eine Scheidung, ein Medikament, eine Impfung \u2013 sodass wir zu dem Leben zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen von wir meinen, es st\u00fcnde uns zu. Wenn wir f\u00fcr unser \u201eProblem\u201c keine L\u00f6sung zur Hand haben, versinken wir in Depression; wir sagen Nein zum Leben. Wir f\u00fchlen uns beraubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die heroischen Erl\u00f6ser des westlichen Mythos unterst\u00fctzen diese Geisteshaltung. Dazu geh\u00f6ren Sir Galahad, Jeanne d<em>\u2018<\/em>Arc, John Wayne, Jesus oder Wonder Woman, sie alle setzen unseren Problemen ein Ende, sodass wir zu unserem gottgegebenen friedvollen Leben zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Wir sind nur Zuschauer (und dankbaren Nutznie\u00dfer) der Heroen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Buddha und die westlichen Autoren von Trag\u00f6dien schienen mir immer eine deutliche Alternative zu dieser Weltsicht zu bieten. Sie unterst\u00fctzen zwar alles, was das Leiden erleichtert und den Konflikt d\u00e4mpft, aber sie sehen unsere Schwierigkeiten als einen wesentlichen Teil und das A und O jedes menschlichen Lebens. Was die Bedingungen betrifft, unter denen sie entstanden sind, haben wir begrenzte M\u00f6glichkeiten. Gem\u00e4\u00df dem Dharma und und der Tradition der Trag\u00f6die fordern uns diese Schwierigkeiten dazu heraus, sie zu umarmen, so gut wir das k\u00f6nnen, auf sie zu antworten, um unser menschliches Leben zu behaupten, die Initiative zu ergreifen, immer Ja zum Leben zu sagen, egal wie hart unsere missliche Lage ist. Wir sollten niemals in eine Opferrolle verfallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>D<\/strong><strong>ie Trag\u00f6die und die <\/strong><strong>realen Gegebenheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich ist mir ein neues Buch in die H\u00e4nde gefallen, das die Weltsicht der Trag\u00f6die in einer rezenten Studie darlegt: Simon Critchley, <em>Tragedy, the Greeks and us<\/em>.<a href=\"https:\/\/secularbuddhistnetwork.org\/dharma-vision-and-tragic-vision\/#_ftn1\">[1]<\/a>. Im Folgenden<strong> <\/strong>beziehe mich auf sein Werk. Obwohl es nicht seiner Absicht lag, bereichert es meinen Sinn f\u00fcr die \u00c4hnlichkeiten zum Dharma, um die mir es geht. Es beginnt mit der erstaunlichen Tatsache, dass die Lebensspannen des Buddha im Nordosten Indiens und die Tradition der Trag\u00f6dien in Athen exakt zum selbem Zeitpunkt der Geschichte angefangen haben. Die Lebensspannen der drei bekanntesten klassischen Trag\u00f6dienschreiber Aischylos, Sophokles und Euripides \u00fcberschneiden sich mit der von Buddha (480-400 v. Chr.). Moderne Wissenschaftler meinen, dass Buddha und Euripides m\u00f6glicherweise sogar in demselben Jahr geboren sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden F\u00e4llen haben die Gr\u00fcnder von Traditionen in turbulenten Zeiten gelebt. Nebenher erz\u00e4hlt der Palikanon Geschichten \u00fcber st\u00e4ndige Konflikte zwischen f\u00fcnf staats\u00e4hnlichen Verwaltungsbereichen. Dazu geh\u00f6rte Krieg, V\u00f6lkermord, K\u00f6nigsmord, Vatermord \u2013 all das ging im Umfeld vor sich, w\u00e4hrend Buddha lehrte. In der gleichen Periode haben die Athener Kriege gegen die Perser und dann gegen die Spartaner gef\u00fchrt (das waren die Peloponnesischen Kriege, \u00fcber die Thukydides berichtet hat).<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Autoren ziehen den Schluss, dass griechische Denker Kontakt mit ihren indischen Gegen\u00fcber gehabt h\u00e4tten. Ich w\u00fcrde eher die Quelle der \u00c4hnlichkeiten in gleichen historischen Umst\u00e4nden untersuchen. Alle waren sie Kinder der agrikulturellen Revolution, die in mehreren Regionen der Welt zur gleichen Zeit vor sich ging. Dieser Prozess sah den Beginn des Handels, der Geld\u00f6konomie und heftige Rivalit\u00e4ten um die Gewinne. Er sah Urbanisation, eine gewisse Freiz\u00fcgigkeit und die Befreiung der der St\u00e4dter von den rigiden sozial und kulturell\/religi\u00f6sen Strukturen des Lebens auf dem Lande.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue St\u00e4dte brachten Gruppen von Leuten hervor (gew\u00f6hnlich M\u00e4nner), die sich treffen und ihre neue existenzielle Situation diskutieren konnten, in der sie weit mehr Lebensoptionen hatten und dadurch viel mehr Entt\u00e4uschungen, wenn sie sich, oft durch sehr menschlichen Zank und Hader, in ihren Bestrebungen gebremst sahen. Der Dharma und die griechische Trag\u00f6die nehmen genau hier ihren Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re schwierig gewesen, die <em>high school<\/em> abzuschlie\u00dfen ohne die Namen von prominenten tragischen Helden aus dieser Zeit geh\u00f6rt zu haben \u2013 \u00d6dipus, Elektra, Hekuba, Antigone und andere \u2013 Namen, die immer noch die moderne Literatur und psychoanalytische Schriften inspirieren. Wir wurden vertraut gemacht mit dem tragischen Ethos selbst durch Shakespeare\u2019s Beitr\u00e4ge zur Tradition in der fr\u00fchen Moderne, besonders in seinen vier zentralen Trag\u00f6dien, die nach ihren Helden benannt sind: <em>Hamlet<\/em>,<em> Othello, K\u00f6nig Lear u<\/em>nd<em> Macbeth<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Figuren sind keine erl\u00f6senden, rettenden, probleml\u00f6senden Helden; in jedem Fall <strong>ist<\/strong> der Held das Problem. Sie verk\u00f6rpern die c<em>onditio humana<\/em>. Sie sind in ihre akuten Dilemmata hineingeraten und sind desorientiert\u2013 sie wissen nicht, wie sie handeln sollen. Nicht, weil sie dumm w\u00e4ren, sondern weil ihre misslichen Lagen elementar zwiesp\u00e4ltig sind. Sie sind zerrissen zwischen widerspr\u00fcchlichenAnforderungen, von denen jede die Gerechtigkeit auf ihrer Seite zu haben scheint. Dieses Netz, in dem sie gefangen sind, ist teilweise durch Schicksal gekn\u00fcpft \u2013 vergangene Ereignisse oder andere Umst\u00e4nde au\u00dferhalb ihrer Kontrolle. Diese Umst\u00e4nde entstehen durch die N\u00e4he zu fr\u00fcheren Geschichten und dem Werk missg\u00fcnstiger G\u00f6tter. (Wir, die den Dharma praktizieren, w\u00fcrden das eher als <em>bedingtes Entstehen<\/em> bezeichnen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber doch<\/strong>: diese tragischen Figuren haben insgeheim mit ihrem Schicksal in einem wesentlichen Umfang zusammengewirkt. Indem sie gleichzeitig wussten und nicht wussten, was los ist, besiegelten sie ihr eigenes Schicksal. Am Chaos, das sie entfesselten, haben sie sich mitschuldig gemacht. Hamlet wei\u00df genau, dass sein Onkel seinen Vater ermordet hat, aber er gibt vor, dass er mehr Beweise br\u00e4uchte, um seine eigene Unentschlossenheit zu zu verschleiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eltern von \u00d6dipus, Laios und Jocaste, haben ihn bei der Geburt ausgesetzt und er wei\u00df nicht, wer sie sind. Aber er wei\u00df, dass der alte Mann, den er in seiner Wut bei einem Unfall get\u00f6tet hat, sehr wohl sein Vater sein k\u00f6nnte und dass die Frau, die er im folgenden heiratet, sehr wohl seine Mutter sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Agamemnon, der Anf\u00fchrer der Griechen bei der Expedition nach Troja, hat seine Tochter Iphigenie der G\u00f6ttin Artemis geopfert, um g\u00fcnstige Winde f\u00fcr die Reise zu garantieren. Er kann sich kaum beschweren, dass er, als er Jahre sp\u00e4ter nach der siegreichen R\u00fcckkehr in seinem eigenen Heim sein erstes Bad  nimmt, Klytemnestra, die Mutter von Iphigenie, hereinkommt und ihn mit einem Messer erdolcht. In all diesen F\u00e4llen ist der Held Komplize seines Schicksals.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Idee, Komplize unseres Schicksals zu sein, passt zusammen mit dem, wie der Buddha die Rolle des Karma in unserem Leben erkl\u00e4rt: als eine von verschiedenen Einflussgr\u00f6\u00dfen in unserem Leben, aber als nicht die einzige, f\u00fcr die wir die Verantwortung tragen m\u00fcssten. Auch die Trag\u00f6die lehrt Selbsterkenntnis genauso wie der Dharma, allerdings dramatischer. Und das ist der reale Kontrast zwischen den zwei Traditionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Trag\u00f6dien in Athen wurden in gro\u00dfen und sehr spektakul\u00e4ren Veranstaltungen aufgef\u00fchrt. Die Zuseher waren die ersten demokratischen B\u00fcrger. Die Vorstellungen hatten den Zweck, sie nachdenklich zu machen, ihnen R\u00e4tsel aufzugeben, die sie diskutieren mussten und sie die verwirrten\u2013 aber nicht, damit sie Antworten parat h\u00e4tten, die sie nach Hause mitnehmen und ihre Kinder damit f\u00fcttern konnten. Die \u00f6ffentliche Vorstellung von Trag\u00f6dien machte einen wesentlichen Teil des Stadtstaats und dessen Regierung aus. Die <em>aliveness <\/em>(ein Wort der Schauspielerin Isabelle Huppert) der Veranstaltungen brachte die demokratischen B\u00fcrger dazu, ihre zivilen Pflichten in allgemeinen Angelegenheiten zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist also die tragische Sicht (oder die tragische Bewusstheit, wie er das nennt), die Critchley hervorhebt? Unordnung, Konflikt, moralische Ambivalenz, Trauma, Komplexit\u00e4t, und begrenzte pers\u00f6nliche Autonomie durchziehen die Erfahrungen unseres Lebens. <strong>Diese Welt ist nicht f\u00fcr uns gemacht und wir sind nicht f\u00fcr diese Welt gemacht \u2013 <\/strong>Eine Einsicht, die durch den Klimanotstand mehr als klar gemacht wird. Es gibt keinen allm\u00e4chtigen Gott oder eine andere sinnvolle Autorit\u00e4t, die die Welt wieder in Ordnung br\u00e4chte. Und keine gro\u00dfartige metaphysische Theorie, wie das alles zusammenh\u00e4nge, kann uns am Ende helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch geht es in den Trag\u00f6dien realistisch zu was die Wichtigkeit und Beschr\u00e4nkungen unserer Selbstbestimmung angeht, und tief skeptisch gegen\u00fcber gro\u00dfartigen metaphysischen Theorien. Critchley beleuchtet den Konflikt zwischen den Autoren von Trag\u00f6dien und den gro\u00dfen Philosophen in deren Zeit (Sokrates, Plato, Aristoteles). Die Trag\u00f6dienschreiber hatten unter den Demokraten enormen Einfluss auf die B\u00fcrgerschaft \u2013 das ging so weit, dass Plato sie \u00fcberhaupt aus dem Stadtstaat verbannen wollte. Er h\u00e4tte es lieber gesehen, wenn er sich in ein totalit\u00e4res Regime verwandelt h\u00e4tte, von emotional kalten Philosophen-K\u00f6nigen regiert<em> (<\/em>siehe seine<em> Politeia).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hier sind wir nat\u00fcrlich wieder bei Buddha; mit seiner konsequenten Weigerung, sich mit Metaphysik zu besch\u00e4ftigen und wie er darauf bestand, dass wir uns an unseren aktuellen Gegebenheiten orientieren: siehe die Parabel von dem Mann, der mit einem vergifteten Pfeil schoss. Sein Bestehen auf Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung macht das  Herzst\u00fcck seiner Lehren aus.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der letzten zwei Jahrhunderte hat sich die Weltsicht des Westens vom Monotheismus zu skeptischen und s\u00e4kularen Weltanschauungen entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund kann Critchley den erstaunlichen Anspruch erheben: <em>In wichtigen Bereichen w\u00e4ren wir Menschen aus der Antike \u00e4hnlicher als andere Leute im Westen, die in der Zwischenzeit gelebt haben <\/em>und deswegen k\u00f6nnen wir uns mit Fug und Recht als Zeitgenossen der Autoren von Trag\u00f6dien betrachten. Aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden meine ich, dass wir den skeptischen, realistischen Buddha des Palicanons als unseren Zeitgenossen betrachten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem letzten Absatz erhebt Critchley noch einen anderen Anspruch, der mich stark an die meditative Erfahrung in Buddha\u2019s Abstinenz erinnert: <em>was passieren kann zwischen Auff\u00fchrungen von Trag\u00f6dien: dass wir uns den Intensivit\u00e4ten des Lebens hingeben und unser Herz \u00f6ffnen. Man schaut auf das Wesentliche des Lebendigseins und es schaut zur\u00fcck. Gerade f\u00fcr einen Moment lang. Und dann geht man die Stra\u00dfe hinunter und die Welt nimmt ihr unerbittliches Summen wieder auf. Aber die Erinnerung an das Wesentliche bleibt uns.<\/em>(p. 280).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/secularbuddhistnetwork.org\/dharma-vision-and-tragic-vision\/#_ftnref1\">[1]<\/a> London: Profile Books, 2020<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Apr13_SecularReligion2.jpg\" alt=\"\" width=\"161\" height=\"224\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p> Winton Higgins ist ein australischer Universit\u00e4tsprofessor, der mit seiner Familie in Sydney lebt. Er besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren mit Buddhas Lehre. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Aus dem Englischen \u00fcbersetzt von Eva-Maria Glatz<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Winton Higgins Meine Ausgangspunkte sind zum einen die erste der vier gro\u00dfen Aufgaben des Dharmas, n\u00e4mlich dukkha: die schwierigen Erfahrungen in unserem Leben voll zu verstehen und sie zu umarmen und zum zweiten der erste Faktor im achtfachen Pfad, n\u00e4mlich die angemessene Sichtweise (samm\u0101 di\u1e6d\u1e6dhi). 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