{"id":6103,"date":"2021-01-03T10:56:15","date_gmt":"2021-01-03T09:56:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=6103"},"modified":"2021-01-03T14:32:38","modified_gmt":"2021-01-03T13:32:38","slug":"die-praxis-des-gluecks","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=6103","title":{"rendered":"Die Praxis des Gl\u00fccks"},"content":{"rendered":"\n<p>von Christina Feldman<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck ist etwas, das im Inneren entsteht. Es geht darum, den Geist und das Herz zu durch Sammlung und Disziplin zu trainieren, dann wird es eine Quelle der Freude. Das passiert uns nicht, sondern ist etwas, was wir in unserer Praxis \u00fcben. Es ist eine Qualit\u00e4t, die wir kultivieren, und zwar inmitten der guten und schlechten Augenblicke und  unseres Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"220\" height=\"221\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/image.jpeg\" alt=\"Christina Feldman\" class=\"wp-image-6385\" srcset=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/image.jpeg 220w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/image-150x150.jpeg 150w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/image-100x100.jpeg 100w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gl\u00fcck hat einen Geschmack, den Geschmack von Gesammeltheit, von Einsicht und Wachheit, von Weite. Buddha sagte einmal, dieser Pfad sei angenehm am Beginn, angenehm in der Mitte, angenehm am Ende. Das f\u00fchlt sich oft nicht so an. Wie ist es heute? Wie viele Momente des Gl\u00fccks hast du heute schon erlebt? Hoffentlich einen oder zwei. Aber wir haben oft viele Momente wo wir k\u00e4mpfen, wo wir reaktiv reagieren oder tief verstrickt sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Neurowissenschaftler sagen uns, dass der Geist einer Durchschnittsperson ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte ihrer Zeit mit einem herumwandernden Geist besch\u00e4ftigt ist. Wenn du also eine halbe Stunde sitzt bist du- wenn du Gl\u00fcck hast- f\u00fcr eine Viertelstunde hier. Denk an einen ganzen Tag : 8 Stunden bist du ganz woanders. Alle diese Momente  leben wir nicht ganz. Und die Wissenschaft sagt uns, dass ein herumirrender Geist ein ungl\u00fccklicher Geist ist. Ungl\u00fcck ist auch etwas, was wir praktizieren. Wir kennen das: der Geist ist mit Vergangenem oder Zuk\u00fcnftigem besch\u00e4ftigt. Das f\u00fchrt dazu, dass er mit unseren Absichten nicht \u00fcbereinstimmt. Wie oft erz\u00e4hlen wir uns dieselbe Geschichte zum 100. Mal? Wir k\u00f6nnen diese Geschichten auch einfach sein lassen. Hast du manchmal auf die Uhr geschaut beim Sitzen und auf einen besseren Moment gewartet? Das ist eigentlich sinnlos und  absurd, und es verbraucht so viel Energie.  So wird dein Moment zum ewigen Wartesaal, so erfreuen wir uns an Vergangenheit und  Zukunft, so wird die Vergangenheit und Zukunft zur Gegenwart und so praktizieren wir Ungl\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind aber nicht einfach unsere Sorgen, Bef\u00fcrchtungen und Launen. Wir k\u00f6nnen es anders machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie praktizieren wir also Freiheit und Gl\u00fcck? Ohne festzuhalten, uns nicht aufhalten mit dem, was wir nicht sind. Wir m\u00fcssen aufmerksam sein auf das, was ist, denn wir praktizieren immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen lernen, an innerer Disziplin Freude zu haben und wir m\u00fcssen wir diese Freude pflegen. Das ist unser Fussabdruck in der Welt, die so zerbrochen ist. An Dingen festzuhalten  macht so viel Stress. Aber es gibt viele Momente an einem Tag, die ganz frei sind von Hass und Gier. Das sind die friedlichen Momente des Tages. Die Geschmack dieser Momente k\u00f6nnten wir auskosten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG-20210103-WA0000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6435\" width=\"252\" height=\"204\" srcset=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG-20210103-WA0000.jpg 640w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG-20210103-WA0000-300x242.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"> aus dem Englischen \u00fcbersetzt und gek\u00fcrzt von Eva-Maria Glatz<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christina Feldman Gl\u00fcck ist etwas, das im Inneren entsteht. 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