{"id":3063,"date":"2015-06-17T10:18:36","date_gmt":"2015-06-17T08:18:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=3063"},"modified":"2019-08-18T14:45:17","modified_gmt":"2019-08-18T12:45:17","slug":"wie-wir-zu-den-menschen-und-den-dingen-stehen-gedanken-von-erich-fromm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=3063","title":{"rendered":"Was uns gl\u00fccklich macht <\/br>Gedanken von Erich Fromm"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Dinge k\u00f6nnen alles m\u00f6gliche hervorbringen, doch sie k\u00f6nnen nicht lieben, weder einen Menschen, noch das Leben. Heute glauben die Menschen, man k\u00f6nne \u00fcberhaupt nichts genie\u00dfen, was man nicht kaufen muss. Die W\u00fcnsche des Konsumenten werden durch den Produzenten erzeugt. Der K\u00e4ufer hat nur das zweifelhafte Privileg, zwischen verschiedenen miteinander konkurrierenden Produkten zu w\u00e4hlen. Wer bin ich, wenn ich bin, was ich habe, und dann verliere, was ich habe? Der Frage, wer man eigentlich ist, versucht man auszuweichen. Man setzt sich ins Auto und f\u00e4hrt davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/haben-oder-sein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3066\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/haben-oder-sein-300x225.jpg\" alt=\"haben oder sein\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/haben-oder-sein-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/haben-oder-sein-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/haben-oder-sein-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Liebe ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verf\u00e4llt. Die meisten Menschen glauben, Liebe komme erst durch ein Objekt zustande und nicht auf grund einer F\u00e4higkeit. Es gibt nichts Anziehenderes als einen Menschen, der liebt, und dem man anmerkt, dass er nicht irgendetwas oder irgendwen, sondern das Leben liebt. Liebe ist die Erfahrung des Teilens; der Gemeinschaft, die die volle Erfahrung des eigenen T\u00e4tigseins erlaubt. Wer sich entschlie\u00dft, ein Problem mit Liebe zu l\u00f6sen, braucht den Mut, Entt\u00e4uschung auszuhalten und trotz R\u00fcckschl\u00e4gen geduldig zu bleiben. Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, Schmerz und Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. Solange jemand glaubt, sein Ideal und sein Daseinszweck liege au\u00dferhalb seiner selbst, sei es \u00fcber den Wolken, in der Vergangenheit oder in der Zukunft, lebt er au\u00dferhalb seiner selbst. An jedem Punkt seines Lebens ist der Mensch noch nicht das, was er sein kann und was er m\u00f6glicherweise werden wird. Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, sich selbst zur Geburt zu verhelfen und das zu werden, was er potentiell ist. Gl\u00fccklichsein hei\u00dft F\u00fclle erleben und nicht Leere, die gef\u00fcllt werden muss. Gl\u00fccklichsein besteht darin, dass wir den Felsgrund der Realit\u00e4t ber\u00fchren, dass wir unser Selbst entdecken und uns mit anderen eins und gleichzeitig von ihnen unterschieden f\u00fchlen. Gl\u00fccklich zu sein ist nicht das Wichtigste im Leben, sondern lebendig zu sein. Freude ist das Ergebnis intensiven Lebens. Das Leben ist das Meisterst\u00fcck eines jeden Menschen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Den deutsch-amerikanischen Philosophen und Psychologen Erich Fromm, \u00fcber den es auf diesem Blog einen fr\u00fcheren Beitrag gibt, m\u00f6chte ich mit diesen Zitaten aus seinen Texten in Erinnerung rufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dinge k\u00f6nnen alles m\u00f6gliche hervorbringen, doch sie k\u00f6nnen nicht lieben, weder einen Menschen, noch das Leben. Heute glauben die Menschen, man k\u00f6nne \u00fcberhaupt nichts genie\u00dfen, was man nicht kaufen muss. Die W\u00fcnsche des Konsumenten werden durch den Produzenten erzeugt. Der K\u00e4ufer hat nur das zweifelhafte Privileg, zwischen verschiedenen miteinander konkurrierenden Produkten zu w\u00e4hlen. 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