{"id":2207,"date":"2014-06-15T10:48:57","date_gmt":"2014-06-15T08:48:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=2207"},"modified":"2019-08-19T10:52:16","modified_gmt":"2019-08-19T08:52:16","slug":"ueber-den-tod-was-epikur-zu-sagen-hat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?p=2207","title":{"rendered":"\u00dcber den Tod: <br\/> Was Epikur zu sagen hat"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/epikur.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2211 alignright\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/epikur.jpg\" alt=\"epikur\" width=\"174\" height=\"238\" \/><\/a> Der griechische Philosoph <strong>Epikur<\/strong><sup class='footnote'><a href='#fn-2207-1' id='fnref-2207-1' onclick='return fdfootnote_show(2207)'>1<\/a><\/sup> schrieb:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em>Gew\u00f6hne dich an den Gedanken, dass der Tod uns nichts angeht. Denn alles Gute und Schlimme beruht auf der Wahrnehmung. Der Tod aber ist der Verlust der Wahrnehmung. Darum macht die rechte Einsicht, dass der Tod uns nichts angeht, die Sterblichkeit des Lebens genussreich, indem sie uns nicht eine unbegrenzte Zeit dazugibt, sondern die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit wegnimmt. Denn im Leben gibt es f\u00fcr den nichts Schreckliches, der in echter Weise begriffen hat, dass es im Nichtleben nichts Schreckliches gibt. Darum ist jener einf\u00e4ltig, der sagt, er f\u00fcrchte den Tod nicht, weil er schmerzen wird, wenn er da ist, sondern weil er jetzt schmerzt, wenn man ihn erwartet. Denn was uns nicht bel\u00e4stigt, wenn es wirklich da ist, kann nur einen nichtigen Schmerz bereiten, wenn man es blo\u00df erwartet.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em>Das schauerlichste \u00dcbel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr. Er geht also weder die Lebenden an noch die Toten; denn die einen geht er nicht an, und die anderen existieren nicht mehr. Die Menge freilich flieht bald den Tod als das \u00e4rgste der \u00dcbel, bald sucht sie ihn als Erholung von den \u00dcbeln im Leben. Der Weise dagegen lehnt weder das Leben ab noch f\u00fcrchtet er das Nichtleben. Denn weder bel\u00e4stigt ihn das Leben, noch meint er, das Nichtleben sei ein \u00dcbel. <\/em><\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-2207'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-2207-1'> Epikur lebte von 341-271 v.u.Z. Wahrscheinlich wurde er in seinem Denken von Buddhas Gedankengut beeinflusst, das durch <strong>Pyrrho von Elis<\/strong>, der Indien bereist hat, nach Griechenland gekommen war. N\u00e4heres l\u00e4sst sich im Eintrag &#8222;Alles h\u00e4ngt zusammen&#8220; auf diesem Blog nachlesen. Epikur lehrte keineswegs schrankenlosen Hedonismus, wie ihm sp\u00e4ter zugeschrieben wurde, sondern er riet, den Zustand der Seelenruhe anzustreben, um sich vom Verlangen nach Lust und der Vermeidung von Schmerz unabh\u00e4ngig zu machen. Das Zitat \u00fcber den Tod stammt aus dem <em>Brief an Menoikeus<\/em>, \u00fcberliefert in der Epikur-Biographie der ca. 220 n.u.Z. entstandenen antiken Philosophiegeschichte &#8222;Leben und Lehren ber\u00fchmter Philosophen&#8220; von Diogenes Laertios, \u00dcbersetzung: Olof Gigon; zitiert nach: <a href=\"http:\/\/www.philo.uni-saarland.de\/people\/analytic\/strobach\/alteseite\/veranst\/therapy\/epikur.html\">http:\/\/www.philo.uni-saarland.de\/people\/analytic\/strobach\/alteseite\/veranst\/therapy\/epikur.html<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-2207-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der griechische Philosoph Epikur1 schrieb: Gew\u00f6hne dich an den Gedanken, dass der Tod uns nichts angeht. Denn alles Gute und Schlimme beruht auf der Wahrnehmung. Der Tod aber ist der Verlust der Wahrnehmung. 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