{"id":3162,"date":"2015-04-09T15:28:12","date_gmt":"2015-04-09T13:28:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?page_id=3162"},"modified":"2015-04-13T09:07:04","modified_gmt":"2015-04-13T07:07:04","slug":"ueber-berechnende-und-meditative-haltung-aus-stephen-batchelors-faith-to-doubt","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?page_id=3162","title":{"rendered":"\u00dcber berechnende und meditative Haltung <br \/> von Stephen Batchelor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fragen<\/strong>\u00a0<sup class='footnote'><a href='#fn-3162-1' id='fnref-3162-1' onclick='return fdfootnote_show(3162)'>1<\/a><\/sup><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/faith-to-doubt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-3117 alignright\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/faith-to-doubt-204x300.jpg\" alt=\"faith to doubt\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/faith-to-doubt-204x300.jpg 204w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/faith-to-doubt.jpg 235w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a>Es ist h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich, dass wir imstande sind, Fragen zu stellen. Zu fragen bedeutet ja einzugestehen, dass wir etwas nicht wissen. Und es ist mehr als ein Eingest\u00e4ndnis: es bedeutet, dass einen danach verlangt, sich etwas Unbekanntem zu stellen und es durch Verstehen zu erhellen. Fragen zu stellen bedeutet, nach etwas zu streben. Es macht einen ersten Schritt ins Dunkle und f\u00e4hrt dann fort, sich einen Weg vom Unwissen in Richtung Klarheit zu bahnen, von Verwirrung zum Wiedererkennen, von Fremdheit zur Vertrautheit. Es erzeugt den ersten Riss im Schleier des Unbekannten. Fragen zu stellen schafft eine \u00d6ffnung, durch die das Licht der Weisheit scheinen und eindringen kann. Es offenbart gleichzeitig unsere Beschr\u00e4nkungen und unseren Drang, sie zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>Berechnende Haltung<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt zwei unterschiedliche Weisen des Fragens. Die gebr\u00e4uchliche Art ist jene, die die Probleme l\u00f6st, die uns im Alltagsleben begegnen. Wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir das erwarten, fragen wir uns, warum und beginnen, die Ursachen f\u00fcr den Misserfolg zu suchen. Wenn wir auf etwas sto\u00dfen, dem wir noch nie begegnet sind, sind wir verwirrt und fragen uns, was los ist. Diese Art von Fragen entsteht aus Neugier. Normalerweise vertrauen wir darauf, dass eine Antwort in unserer Reichweite liegt; es geht nur darum, das herauszufinden. Wir k\u00f6nnen alle praktischen F\u00e4higkeiten anwenden, die wir erlernt haben, dazu auch die Kr\u00e4fte unserer Vernunft und unserer Erinnerung, und uns auf die stetig wachsende Menge von Wissen verlassen, die durch andere gesammelt und gespeichert worden ist. Diese Art des Fragens f\u00fchrt auf einen bestimmten Weg. Wir bestimmen, welche M\u00f6glichkeiten vor uns liegen, wir schlie\u00dfen auf gr\u00f6\u00dfere Wahrscheinlichkeiten. Wir eliminieren bestimmte Wahlm\u00f6glichkeiten durch Versuch und Irrtum oder durch einfaches Schlussfolgern. Nach jedem Schritt, den wir erledigt haben, berechnen wir unseren n\u00e4chsten Zug, bis das Problem schlie\u00dflich gel\u00f6st und unsere Neugier durch die Befriedigung, zu wissen, ersetzt ist.<\/p>\n<p>Dieser berechnende Zugang ist in unserer Gegenwart immer dominanter geworden. Die Fortschritte wissenschaftlicher Forschung und Technologie sind dadurch m\u00f6glich geworden, dass die M\u00f6glichkeiten von Berechnung und deren Anwendungen perfektioniert worden sind. Da unsere Welt immer st\u00e4rker von technischen Errungenschaften dominiert wird und wir zunehmend abh\u00e4ngig von ihnen werden, wird die Rolle, die eine berechnende Haltung in unserem Leben einnimmt, immer bedeutender.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/heidegger.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2569 alignright\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/heidegger.jpeg\" alt=\"heidegger\" width=\"143\" height=\"206\" \/><\/a>Aber es gibt eine andere Art, zu fragen und zu denken. In einer 1955 gehaltenen Rede hat Martin Heidegger das klar zusammengefasst <sup class='footnote'><a href='#fn-3162-2' id='fnref-3162-2' onclick='return fdfootnote_show(3162)'>2<\/a><\/sup>:<\/p>\n<blockquote><p>Berechnendes Denken kalkuliert. Es berechnet immer neuere, immer vielversprechendere und gleichzeitig \u00f6konomischere M\u00f6glichkeiten, es hetzt von einer Perspektive zur n\u00e4chsten. Berechnendes Denken h\u00e4lt niemals inne, sammelt sich nie. Berechnendes Denken ist nicht meditatives Denken, das den Sinn all dessen beherrscht, was ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Heidegger h\u00e4lt berechnendes Denken f\u00fcr insofern gef\u00e4hrlich, als es<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;eines Tages als die einzige Art des Denkens akzeptiert und praktiziert werden k\u00f6nnte&#8230;dann h\u00e4tte der Mensch seine eigene Natur als meditatives Wesen geleugnet und weggeworfen&#8230;Es geht also darum, die eigentliche Natur des Menschen zu retten, also darum, meditatives Denken am Leben zu erhalten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Viele Leute halten einen meditativen Zugang zum Leben f\u00fcr weltfern und realit\u00e4tsfremd. Er geh\u00f6re in die Provinz der Mystik und der Philosophen. Unabh\u00e4ngig davon, wie tiefsinnig er auch zu sein scheine, habe er keinen Einfluss auf den Verlauf aktueller Ereignisse. Die Tatsache, dass Meditation oft kritisch oder gar zynisch gesehen wird, zeigt nur noch mehr, in welchem Ma\u00dfe sich heute berechnende Haltung in den K\u00f6pfen der Menschen durchsetzt und ihre Bewertungsstandards pr\u00e4gt. Diese unsere Welt, zur Zeit wie wahnsinnig vom D\u00e4mon der Berechnung getrieben, entledigt sich spiritueller Werte und rast in eine gefahrvolle Zukunft. W\u00e4re es da nicht an der Zeit, genauer zu erw\u00e4gen, wie unsere Haltungen sich darauf auswirken, wie unser Leben sich entfaltet?<\/p>\n<p>Berechnende Haltung neigt dazu, manipulativ zu sein. Sie geht mit dem Leben so um, als w\u00e4re es aus einer so gut wie unendlichen Anzahl voneinander getrennter Teile zusammengesetzt. Diese Einstellung wirkt nicht nur im Bereich des Materiellen; sie betrifft unsere Sicht auf andere Leute und auch auf uns selbst. Sie fragmentiert und trennt, sie macht lebende Wesen zu Dingen. Um effektiv berechnen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir unsere Objekte mit jener Pr\u00e4zision vermessen, die f\u00fcr das endg\u00fcltige Ziel, sie erfolgreich zu manipulieren, erforderlich ist. Um die verschiedenartigen Elemente der Wirklichkeit zu kontrollieren, m\u00fcssen wir sie als getrennte Einheiten sehen, die zerlegt und angeh\u00e4uft, verworfen und erlangt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, genau zu berechnen, ist an sich nicht sch\u00e4dlich. Sie verzerrt und verblendet nur dann, wenn ihre Bedeutung so \u00fcbertrieben wird, dass sie nicht als eine M\u00f6glichkeit unter anderen gesehen wird, sondern ihren Schatten \u00fcber fast alle Bereiche menschlicher Aktivit\u00e4t wirft. Solange Berechnung nicht \u00fcbersch\u00e4tzt wird, kann sie als hilfreiches Werkzeug dienen, mit dem viele praktische Aufgaben bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Aber sie ist eindeutig gef\u00e4hrlich, wenn sie zu unserer vorherrschenden Haltung dem Leben als Ganzem gegen\u00fcber wird. Wenn unsere Sicht auf die Zukunft und unsere moralischen Entscheidungen nur von berechnender Haltung bestimmt sind, dann sind wir ernsthaft in Gefahr, unsere unsichere Position bei der Suche nach gelassenerem, kontemplativerem Umgang mit dem Leben ganz zu verlieren.<\/p>\n<p>Berechnende Haltung kann unsere Probleme l\u00f6sen, ist aber ohnm\u00e4chtig wenn es darum geht, unsere Geheimnisse zu durchdringen. Dem Geheimnisvollen gegen\u00fcber k\u00f6nnen wir uns nicht auf logische oder technische Mittel verlassen, um Einsicht zu erlangen. Denn wenn wir versuchen, ein Geheimnis zu durchdenken, verliert es seine Natur und wird zu einem einfachen Problem. Je allgegenw\u00e4rtiger Berechnung in unserem Leben wird, desto mehr wird das Geheimnisvolle verdr\u00e4ngt. Und wenn das Gef\u00fchl f\u00fcr das Geheimnis des Lebens matt und vage wird, nimmt unsere F\u00e4higkeit zu meditieren ab, bis zu dem Punkt, an dem Meditation in die Randbereiche der Existenz verbannt wird.<\/p>\n<p>Aber das Geheimnisvolle liegt im Herzen unseres Lebens, nicht an der Peripherie. Und seine Gegenwart k\u00f6nnen wir nur sp\u00fcren, wenn eine meditative Haltung in uns noch lebendig ist. Anders als ein Problem kann ein Geheimnis nie gel\u00f6st, sondern nur durchdrungen werden. Ein Problem, das einmal gel\u00f6st ist, h\u00f6rt auf, ein Problem zu sein; aber die Durchdringung eines Geheimnisses macht es um nichts weniger geheimnisvoll. Je vertrauter man mit einem Geheimnis ist, desto st\u00e4rker strahlt die Aura seines Mysteriums. Die Steigerung eines Geheimnisses f\u00fchrt nicht zu Frustration (wie das bei einem Problem der Fall ist), sondern zu Befreiung.<\/p>\n<p><strong>Meditative Haltung<\/strong><\/p>\n<div id=\"page_26\">\n<div id=\"id_1\">\n<p class=\"p13 ft44\">Meditation wird weithin als eine Art spezialisierter T\u00e4tigkeit wahrgenommen. Sie wird als ein Mittel zur Beruhigung und Konzentration des Geistes angesehen, als Allheilmittel f\u00fcr Angst, Unruhe und Spannung. In der herrschenden Obsession f\u00fcr Berechenbarkeit wird sie bezeichnenderweise als eine Technik betrachtet, als eine systematische Anwendung einer Reihe vorgefasster Konzepte. Aber obwohl Richtlinien genannt werden k\u00f6nnen, gibt es schlie\u00dflich kein \u201eWie&#8220; f\u00fcr die Meditation. Bestimmte \u00dcbungen und F\u00e4higkeiten k\u00f6nnen f\u00f6rderlicher f\u00fcr die Meditation sein als andere, aber am Ende ist eine meditative Haltung nicht etwas, was wir jemals erwerben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p5 ft54\">Meditative Haltung ist nichts Neues oder Fremdes. Sie wohnt tief in uns allen; nur ist sie heute ein Gebiet, das zunehmend brach liegt und ignoriert wird. Sie ist nicht etwas, das wir von irgendwo her bringen und in unser Leben einf\u00fchren m\u00fcssen. In einer embryonalen und sporadischen Weise ist sie bereits gegenw\u00e4rtig. Sie kann in Bildern und Hinweisen unerwartet zu uns kommen. Sie wird vage als eine ferne, kaum bekannte M\u00f6glichkeit wahrgenommen, wie die Fragmente eines Traums, an den wir uns nicht erinnern k\u00f6nnen, der uns aber auch nicht in Ruhe l\u00e4sst. Wir m\u00fcssen ihre Fragilit\u00e4t erkennen und dann f\u00fcr sie sorgen und sie p\ufb02egen, wie wir es bei einem Kind oder einem Keimling tun w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"p38 ft45\">Meditation f\u00fcgt dem Leben nichts hinzu; sie stellt wieder her, was verloren gegangen ist. Sie bedeutet wachsende Aufmerksamkeit daf\u00fcr, was unsere Existenz aussagt und von uns verlangt. Sie ist etwas Grundlegendes, das durch unsere Verblendung \u00fcber ein gesondertes Ego und durch unsere endlosen Berechnungen und Melodramen vernebelt wurde. Die Praxis der Meditation liegt darin, diese Haltung durchscheinen zu lassen und uns langsam, oder auch abrupt, damit vertraut zu machen, was sowohl unser Ursprung als auch unser H\u00f6hepunkt ist.<\/p>\n<p class=\"p5 ft54\">Meditation und Geheimnis sind untrennbar. Ebenso wie das Geheimnisvolle nicht durch Berechnung entr\u00e4tselt werden kann, kann eine meditative Haltung nicht erworben werden, als ob sie eine technische F\u00e4higkeit w\u00e4re. Meditation findet statt, wenn unsere innerste Aufmerksamkeit auf die schockierende N\u00e4he und dennoch schwer fassbare Distanz dessen, was vorhanden ist, gerichtet wird.<\/p>\n<p class=\"p25 ft44\">Die Praxis der Meditation ist ein Prozess der Zerm\u00fcrbung. Der Geist hat eine anscheinend unendliche Kapazit\u00e4t f\u00fcr Geschw\u00e4tz. Und es gibt kein schnelles oder einfaches Heilmittel f\u00fcr diese Wucherungen von Gedanken und Emotionen. Nur die geduldige Kontinuit\u00e4t der Meditation kann sie schlie\u00dflich zur Ruhe bringen. Wasser, das geduldig, ohne Eile, aber andauernd flie\u00dft, kann den best\u00e4ndigsten und hartn\u00e4ckigsten Felsen abtragen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"id_2\">\n<p class=\"p63 ft57\">Meditation ist den T\u00e4lern n\u00e4her als den Gipfeln. Meditative Haltung haftet nicht an den Spitzenerfahrungen, diesen berauschenden H\u00f6hen der spirituellen Erfahrung, die die T\u00e4ler und Ebenen weit unter sich lassen. Die d\u00fcnne und blendende Atmosph\u00e4re der Gipfel kann uns erheben und inspirieren, aber wir k\u00f6nnen dort nicht lange leben. Lebewesen wachsen nicht auf den Gipfeln; sie brauchen den fruchtbaren Boden des Tales. Damit Meditation fruchtbar ist, muss sie nahe am Boden bleiben, um inmitten der unz\u00e4hligen Details des t\u00e4glichen Lebens den bescheidenen Wegen die T\u00e4ler entlang zu folgen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"page_28\">\n<p class=\"p36 ft44\">Meditative Haltung ist eine kreative Haltung. Lediglich die Techniken der Malerei zu meistern reicht nicht aus, um ein Kunstwerk zu schaffen. Das Kunstwerk, sei es ein Gem\u00e4lde, ein Gedicht oder ein Musikst\u00fcck, braucht mehr als nur technische Meisterschaft. Ebenso reicht das Beherrschen der\u00a0 Techniken der Meditation allein nicht aus, Einsicht zu schaffen. Einsicht, Weisheit, Mitgef\u00fchl und Liebe kommen alle aus einer anderen Quelle als der technischen Meisterschaft. Der Meditierende ist vergleichbar mit einem K\u00fcnstler, der sein Handwerk beherrscht: ein K\u00f6nner, der Liebe und Weisheit schafft.<\/p>\n<p class=\"p85 ft43\"><strong>Nicht-Wissen, Abwarten und Zuh\u00f6ren<\/strong><\/p>\n<p class=\"p25 ft44\">Der Kern meditativer Haltung besteht darin, sich selbst in Frage zu stellen. Solche Befragung hat allerdings nichts mit der Neugier der Berechnung zu tun. Meditative Befragung fragt nach keinem unterscheidbaren individuellen Detail des Lebens, sondern nach dem Ganzen. Das Geheimnis des Lebens ist etwas, in das wir untrennbar eingebunden sind. Im Gegensatz zu einer berechnenden Frage, wo die Frage\u00a0 vom Problem getrennt ist, kann zwischen dem Meditierenden und dem Geheimnis nur eine begrif\ufb02iche Unterscheidung gemacht werden. Meditatives Fragen nimmt an der Natur des Geheimnisses selbst teil. Es ist eine Art von grundlegendem Erstaunen oder von Verbl\u00fcffung, die das reflektiert, was sich gleichzeitig zeigt und entzieht. Der franz\u00f6sische Philosoph und K\u00fcnstler Gabriel Marcel bemerkt <sup class='footnote'><a href='#fn-3162-3' id='fnref-3162-3' onclick='return fdfootnote_show(3162)'>3<\/a><\/sup>:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p25 ft44\">Ein Problem ist etwas, auf das ich treffe, das ich vollst\u00e4ndig vor mir vor\ufb01nde, das ich daher belagern und reduzieren kann. Aber ein Geheimnis ist etwas, in das ich eingebunden bin, und es kann daher nur\u00a0<span class=\"ft60\">als eine Sph\u00e4re gedacht werden, in der die Unterscheidung zwischen dem, was in mir ist und was vor mir ist, ihre Bedeutung\u00a0<\/span><span class=\"ft60\">und urspr\u00fcngliche G\u00fcltigkeit\u00a0<\/span><span class=\"ft60\">verliert.\u00a0<\/span>Ein blo\u00dfes Problem braucht eine geeignete Technik, durch deren Anwendung es definiert ist: dem gegen\u00fcber transzendiert ein Geheimnis definitionsgem\u00e4\u00df alle vorstellbare Technik.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p40 ft54\">Die Konsequenz dieser Unterscheidung wird in dieser Zen-Maxime best\u00e4tigt:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p45 ft45\">Gro\u00dfe Zweifel : gro\u00dfes Erwachen. Wenig Zweifel : kleines Erwachen. Kein Zweifel : kein Erwachen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p45 ft45\">Diese knappen Zeilen dr\u00fccken aus, wie die Durchdringung des Geheimnisvollen direkt mit dem Ausma\u00df und der Intensit\u00e4t des Fragens zusammenh\u00e4ngt. Zweifel oder In-Frage-Stellen werden als unverzichtbare Schl\u00fcssel zum Erwachen gesehen. Die treibende Lebenskraft einer meditativen Haltung erh\u00f6ht den Sinn f\u00fcr das Geheimnisvolle bis zu dem Punkt, an dem sich unerwartet offenbart, was bis dahin nicht vorhergesehen und unvermutet geblieben war.<\/p>\n<p class=\"p25 ft44\">Es gibt eine Art von Nicht-Wissen im meditativen Fragen, die sich sehr von der buddhistischen Vorstellung von Unwissenheit unterscheidet. Der Begriff der Unwissenheit umfasst nicht nur die Abwesenheit von Wissen \u00fcber etwas, sondern auch dessen Verzerrung. In Unwissenheit erscheinen die Dinge in einer Weise, in der sie nicht existieren. Es ist auch ein Festhalten und Anhaften dabei, das die Verzerrung verst\u00e4rkt und sie als etwas Reales und Sicheres darstellt. Meditatives Nicht-Wissen ist frei von dieser Art von Festhalten und Verzerrung. Statt festzuhalten, l\u00e4sst es los. Statt darauf zu bestehen, dass die Dinge in einer bestimmten Weise existieren, akzeptiert es ihre R\u00e4tselhaftigkeit. Solches Nicht-Wissen lockert unser Festhalten daran,\u00a0 dass das Vertraute unver\u00e4nderlich sei. Es ist einfach und entspannt; es beh\u00e4lt eine naive, kindliche Offenheit.<\/p>\n<p class=\"p50 ft44\">In diesen Zustand des Nicht-Wissens k\u00f6nnen wir auf verschiedene Arten gelangen. F\u00fcr manche entsteht er als endg\u00fcltige Akzeptanz der Unzust\u00e4ndigkeit von Logik und Vernunft beim Umgang mit bestimmten \u00fcberw\u00e4ltigenden Fragen. Es ist wie die sp\u00fcrbare Stille nach dem Zusammenbruch eines Apparats, der bis an seine Grenzen belastet wurde. Die Anerkennung des \u201eIch wei\u00df nicht&#8220; bedeutet am Ende nicht Versagen oder Schande, sondern Befreiung. Mitten in der Ruhe dieses neu entdeckten Nicht-Wissens gibt es die Andeutung einer tieferen und umfassenderen Weisheit. Dieses Nicht-Wissen ist in der Lage &#8211; zuerst vielleicht nur schwach &#8211; ,die Regungen des meditativen Bewusstseins zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p class=\"p50 ft44\">Berechnung, auf der anderen Seite, weigert sich, sich dem Nicht-Wissen zu stellen. Das Nicht-Wissen, das eine solche Fragehaltung in Gang setzt, wird als Herausforderung empfunden, die es zu \u00fcberwinden und zu beseitigen gilt. Berechnung ist stolz auf Wissen. Um erfolgreich zu sein, muss man sich auf das, was bekannt ist, verlassen, um das, was in einem Problem unbekannt ist, zu beseitigen. Was nicht bekannt ist, wird als eine unangenehme L\u00fccke im Bereich des Wissens sowie als unverzichtbarer Impuls f\u00fcr weiteres Verst\u00e4ndnis betrachtet. Nicht-Wissen ist der Feind berechnender Haltung, auch wenn es gleichzeitig das ist, was ihr Fortschritte m\u00f6glich macht. Berechnung, als Anstrengung gegen das Nicht-Wissen, ist nie einfach oder locker; sie ist nicht in der Lage das, was sie in Bewegung gesetzt hat, wieder zur Ruhe zu bringen.<\/p>\n<p class=\"p5 ft54\">Meditative Haltung ist bereit, ewig zu\u00a0<span class=\"ft60\">warten<\/span>. Von jedem Anspruch auf Wissen befreit, wird nicht erwartet, dass irgendetwas besonderes geschieht. Solches Warten begn\u00fcgt sich damit, die Dinge sein zu lassen und gleichzeitig anzuerkennen, dass es, im Geheimnis verborgen, etwas Unbekanntes gibt. Das, was verh\u00fcllt ist, kann nicht hervor gelockt werden. Es hat seine eigene Zeit jenseits der Zeit des Erinnern und Antizipierens. Warten wartet; es ist in jedem Moment wachsam, hat aber keine Erwartungen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"page_29\">\n<p class=\"p50 ft44\">Erwartung ist charakteristisch f\u00fcr Berechnung. Unsere Berechnungen sind nur in der Lage, Fortschritte zu machen, so lange wir ein bestimmtes Ergebnis vorhersehen k\u00f6nnen. Wenn wir von einem solchen Verfahren nichts erwarten k\u00f6nnten (auch wenn es nur der Beweis ist, dass unsere Hypothese fehlerhaft ist), dann h\u00e4tten wir keinen Anreiz, es anzuwenden. Berechnung ist zielorientiert; jeder Schritt, den sie tut, wird in Erwartung irgendeines Ergebnisses gemacht. Erwartung bezieht ihre Nahrung aus der Vergangenheit. Aus all unseren Erinnerungen setzt sie St\u00fccke zu einem Bild des Erw\u00fcnschten zusammen und projiziert es dann in die Zukunft als vorweggenommenes Ziel. Indem wir etwas erwarten, entwerfen wir eine Br\u00fccke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, die nur in unseren Gedanken existiert.<\/p>\n<p class=\"p25 ft44\">Es ist verh\u00e4ngnisvoll, in der Meditation Erwartungen zu n\u00e4hren. Sobald wir in unserem Geist ein Bild dessen festlegen, was wir anstreben, beschr\u00e4nken wir uns auf das, was innerhalb bekannter Bereiche liegt. Die einzigen Einsichten, die wir je hervorbringen k\u00f6nnen, sind dann dem Pool von Eindr\u00fccken, Ideen, Symbolen und Erfahrungen entnommen, die wir in unserem Ged\u00e4chtnis gespeichert haben. Auch edle Ideen wie \u201eErwachen&#8220; und \u201eBuddha&#8220; sind schlie\u00dflich nichts anderes als Collagen vergangener Eindr\u00fccke, von Logik und Phantasie zusammengeklebt. Solche Bilder k\u00f6nnen uns als hilfreiche Wegweiser auf dem Pfad leiten, es sollte ihnen aber nie erlaubt werden, bei unserer meditativen Durchdringung des Geheimnisvollen dazwischen zu treten. Wenn sie &#8211; oder irgend ein anderes Bild von einem Ziel &#8211; das Unvorhersehbare und Unbekannte ahnen lassen wollen, wird Meditation in die Falle von Denken, Ged\u00e4chtnis und Vorstellungskraft geraten und von ihrem Geheimnis getrennt werden.<\/p>\n<p class=\"p15 ft44\">Eine der gr\u00f6\u00dften Gefahren von allen liegt in der Erinnerung an unsere eigenen Erfahrungen in der Meditation. Es ist nicht so ungew\u00f6hnlich, w\u00e4hrend der Meditation zu etwas Au\u00dfergew\u00f6hnlichem und Beispiellosem zu erwachen. Aber je ungew\u00f6hnlicher und mystischer die Erfahrung ist, desto gr\u00f6\u00dfer wird die Gefahr. Denn sobald die unmittelbare Erfahrung verblasst ist, werden wir versucht sein, uns ein Bild von ihr zu schaffen und uns dann bem\u00fchen, es wieder einzufangen. Sobald dies geschieht und wir getrost unter der Illusion weitermachen, dass das Unberechenbare von jetzt an unseren gut begr\u00fcndeten Erwartungen entsprechen wird, geht die eigentliche meditative Fragehaltung verloren. Anf\u00e4ngerinnen und Anf\u00e4nger haben hier einen gro\u00dfen Vorteil gegen\u00fcber erfahrenen Meditierenden.<\/p>\n<p class=\"p50 ft45\">Wir sollten einfach warten, ohne Idee oder Bild von dem, was passieren k\u00f6nnte. Auch noch so viel Erfahrung kann die Art, in der das Geheimnisvolle sich entfaltet, nicht vorhersagen. Beim Warten, wie auch beim Nicht-Wissen, k\u00f6nnen wir nicht auf unsere Speicher angesammelten Wissen zur\u00fcckgreifen. Aber indem wir sie hinter uns lassen, treten wir nicht in einen Zustand blanker Indifferenz ein, sondern in eine lebendige, unvoreingenommene Fragehaltung.<\/p>\n<p class=\"p5 ft64\">Wenn man eine Analogie zu sinnlichem Bewusstsein heranzieht: eine meditative Haltung h\u00f6rt mehr, als sie sieht. Zuh\u00f6ren ist empf\u00e4nglicher als Sehen. Indem wir unsere Ohren einstimmen, sch\u00e4rfen wir unsere Aufmerksamkeit, so dass sie sich f\u00fcr die unermessliche und subtile Menge von T\u00f6nen \u00f6ffnet, die uns st\u00e4ndig umgeben und best\u00fcrmen. Selbst wenn wir ausw\u00e4hlen und uns auf einen bestimmten Klang konzentrieren, tun wir dies so, dass dem Klang leichterer Zugang zu uns erm\u00f6glicht wird. Sehen hingegen ist oft durch Verengung der Aufmerksamkeit und eine fast zielorientierte Fokussierung auf das Objekt gekennzeichnet. Es ist nicht so, dass der Form des Objekts erlaubt wird in das Bewusstsein einzudringen; eher ist es so, dass wir es ergreifen und durchdringen.<\/p>\n<p class=\"p15 ft45\">Meditatives Bewusstsein h\u00f6rt. Es ist offen f\u00fcr alles m\u00f6gliche, da unsere Ohren empfindsam sind f\u00fcr die allgegenw\u00e4rtige Symphonie aus Klang und Stille, die uns umgibt. Warum sollten wir in der Einfachheit des Wartens nicht eher auf den Tritt des Geheimnisvollen h\u00f6ren als nach einem vision\u00e4ren Zeichen Ausschau halten?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"page_30\">\n<p class=\"p16 ft44\"><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/The_Bodhisattva_Avalokiteshvara.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-3139 alignright\" src=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/The_Bodhisattva_Avalokiteshvara-300x200.jpg\" alt=\"The_Bodhisattva_Avalokiteshvara\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/The_Bodhisattva_Avalokiteshvara-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/The_Bodhisattva_Avalokiteshvara-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/The_Bodhisattva_Avalokiteshvara-624x416.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dem H\u00f6ren wird in vielen Traditionen zugesprochen, Symbol f\u00fcr Weisheit zu sein. In der sumerischen Sprache zum Beispiel wird dasselbe Wort f\u00fcr Ohr und Weisheit verwendet. An einem Punkt in der\u00a0<span class=\"ft60\"><strong>Shurangama Sutra<\/strong>\u00a0<sup class='footnote'><a href='#fn-3162-4' id='fnref-3162-4' onclick='return fdfootnote_show(3162)'>4<\/a><\/sup>\u00a0<\/span>bittet der Buddha die anwesenden Bodhisattvas und Arhats <sup class='footnote'><a href='#fn-3162-5' id='fnref-3162-5' onclick='return fdfootnote_show(3162)'>5<\/a><\/sup> \u00fcber die wirkungsvollste Methode zur Realisierung von Erwachen zu sprechen. Avalokiteshvara antwortet:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p16 ft44\"><em>Da Buddha nun nach dem besten Mittel zur Vollkommenheit\u00a0<\/em><em>fragt<\/em>:\u00a0<em>meine Methode ist, durch die Regulierung des Geh\u00f6rorgans den Geist f\u00fcr den Einstieg in den Strom der Meditation zu beruhigen, was zum Zustand des\u00a0<span class=\"ft60\">Samadhi\u00a0<\/span>und dem Erreichen der Erleuchtung f\u00fchrt: sie ist die beste.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p16 ft44\">In einer sp\u00e4teren Passage aus der selben Lehrrede erkl\u00e4rt der Bodhisattva Manjushri, was gemeint ist:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p5 ft69\">Wenn man in der Stille wohnt, h\u00f6rt man das R\u00fchren von Trommeln aus zehn Richtungen gleichzeitig. H\u00f6ren ist also vollkommen und perfekt. Die Augen k\u00f6nnen ein Bild nicht durchdringen, auch Mund oder Nase k\u00f6nnen das nicht. Der K\u00f6rper f\u00fchlt nur, wenn er ber\u00fchrt wird, die Gedanken des Geistes sind verwirrt und unverbunden. Aber der Ton, ob nah oder fern, ist zu allen Zeiten zu h\u00f6ren. Die f\u00fcnf anderen Organe sind nicht perfekt, aber das H\u00f6ren ist wirklich allgegenw\u00e4rtig<span class=\"ft64\">.\u00a0<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div class='footnotes' id='footnotes-3162'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-3162-1'> Das Buch &#8222;The Faith to doubt&#8220;, von dem es keine deutsche \u00dcbersetzung gibt, ist Ergebnis von Stephen Batchelors intensiver Auseinandersetzung mit dem koreanischen Zen-Buddhismus, wie er von Kusan Sunim gelehrt wurde. In der Meditation spielt dabei die Haltung des Fragens eine zentrale Rolle. Das Buch, das schon vor l\u00e4ngerer Zeit ver\u00f6ffentlicht wurde, hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Konrad Mohrmann hat uns darauf aufmerksam gemacht und eine zentrale Passage, das 4. Kapitel &#8222;Questioning&#8220;, pp. 37-49, vor\u00fcbersetzt. Leicht gek\u00fcrzt und \u00fcberarbeitet wurde der Text von Evamaria Glatz <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-3162-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-3162-2'> aus:\u00a0\u00a0\u00a0<em>Martin Heidegger: Gelassenheit<\/em>, von Batchelor aus der englischen \u00dcbersetzung von John M. Anderson und E. Hans Freund zitiert, pp. 45ff. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-3162-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-3162-3'> Gabriel Marcel,\u00a0 &#8222;Etre et avoir&#8220;, 1935, von Stephen Batchelor aus der englischen \u00dcbersetzung &#8222;Being and Having&#8220;, p.117, zitiert <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-3162-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-3162-4'>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.buddhanet.net\/pdf_file\/surangama.pdf\">http:\/\/www.buddhanet.net\/pdf_file\/surangama.pdf<\/a>, in englischer Sprache <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-3162-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-3162-5'> Bodhisattvas und Arhats sind, sehr vereinfacht gesprochen, weit fortgeschrittene Praktizierende, s.:\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bodhisattva\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bodhisattva<\/a>\u00a0 und\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arhat\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arhat<\/a>\u00a0 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-3162-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragen\u00a01 Es ist h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich, dass wir imstande sind, Fragen zu stellen. Zu fragen bedeutet ja einzugestehen, dass wir etwas nicht wissen. Und es ist mehr als ein Eingest\u00e4ndnis: es bedeutet, dass einen danach verlangt, sich etwas Unbekanntem zu stellen und es durch Verstehen zu erhellen. Fragen zu stellen bedeutet, nach etwas zu streben. Es &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/?page_id=3162\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u00dcber berechnende und meditative Haltung <br \/> von Stephen Batchelor\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":39,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3162"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3162"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3162\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3173,"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3162\/revisions\/3173"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/39"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.saekularerbuddhismus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}